Landschaften und Naturräume

Unsere Landschaften und Naturräume sind in grosser Gefahr: Sie sollen durch mehrere hundert industrielle Windkraftanlagen beeinträchtigt werden. Besonders betroffen sind die Kreten und Hochplateaus des Jurabogens von Basel bis ins Waadtland. In einer der intaktesten Regionen der Schweiz soll eine grossflächige Industriezone entstehen. Auch die Voralpen und die Alpen werden nicht verschont. Wenn wir zusammenarbeiten, kann es uns gelingen, unseren Lebens- und Erholungsraum für künftige Generationen zu erhalten. Wir setzen uns ein für eine nachhaltige und wirklich umweltschonende Entwicklung.

Der Zusammenbruch der Windenergie

Stromproduzenten und mächtige, subventionierte Windkraftlobbyisten wie Suisse Eole rühren die Werbetrommel für die Windenergie und loben ihre angeblichen Erfolge. Tatsache ist, dass das Potenzial der Windenergie in keinem Verhältnis zu den Schäden steht, die sie der Landschaft, der Gesundheit der Anwohner und der Fauna zufügt. Ebenfalls nicht zu vergessen sind die Immissionen für die Anwohner. Im Gegensatz zu anderen Energiequellen wie etwa Wasserkraft und Photovoltaik kann die Windenergie keine sichere und nachhaltige Energieversorgung gewährleisten. Windenergie stösst überall in der Bevölkerung auf Widerstand.

Und in anderen Ländern?

Zum Schutz der Anwohner gilt im deutschen Bundesland Bayern künftig die 10-H-Regelung: Eine 200 Meter hohe Windkraftanlage muss mindestens zwei Kilometer Abstand zum nächstgelegenen Wohngebäude haben. Und in der Schweiz? Hier reicht ein Abstand von gerade mal 300 Metern. 2012 hat Grossbritannien den sofortigen Baustopp von Onshore-Windparks verkündet. In den USA wurden 14'000 Windkraftanlagen einfach aufgegeben und dem schleichenden Zerfall überlassen. In Dänemark wurde der Bau neuer Anlagen gestoppt, bis die Ergebnisse einer umfassenden Untersuchung vorliegen, die Aufschluss über die Beeinträchtigung der Anwohner durch Windparks geben soll.

Paysage Libre Vaud hat die Ergebnisse ihrer Infraschall-Studie veröffentlicht. Laut der Vereinigung ist Infraschall ein echtes Gesundheitsproblem. Deshalb fordert sie ein fünfjähriges Moratorium für im Kanton geplante Windparkprojekte. Die Gesundheitsrisiken durch Infraschall werden in der Schweiz von den Befürwortern der Windenergie und den Behörden, ja selbst von Ärzten, noch vollkommen unterschätzt.
Windkraftanlagen verursachen auch dann Vibrationen, wenn die Rotorblätter nicht drehen. Wenn die Windturbinen aber rotieren, verursachen sie starke Lärmemissionen. Der erzeugte Infraschall macht vor Gebäudemauern nicht Halt. Überdies macht es kaum einen Unterschied, ob die Distanz zur Windkraftanlage nun drei oder neun Kilometer beträgt, da die Infraschallsignatur bei beiden Distanzen praktisch gleich ist.

Öffnet sich beim Thema industrielle Windkraftanlagen ein Röstigraben? Während die Basler Gemeinde Füllinsdorf ein Windparkprojekt mit 64 Prozent Nein-Stimmen verworfen hat, sagten die Westschweizer ja zu zwei Projekten in Charrat (VS) und in Vallorbe (VD). Derweil ist die Windkraft auf dem Vormarsch: Eben wurden die Pläne für zwei Windparkprojekte in Montagne de Buttes (NE, 19 Anlagen) und Ste-Croix (VD, 6 Anlagen) öffentlich aufgelegt.

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL hat eine interaktive Karte entwickelt, welche aufzeigt, wo überall in der Schweiz und im unmittelbar angrenzenden Ausland Windpärke geplant oder projektiert werden. Die öffentliche Diskussion über Windenergie drehte sich in der Schweiz bisher in erster Linie um den Bau einzelner Windturbinen oder Windpärke. Die Karte soll eine Diskussion über die Gesamtauswirkungen der geplanten Windpärke ermöglichen.

Trotz Überproduktion sind die Stromrechnungen der Bevölkerung im kanadischen Québec in den letzten Jahren ständig gestiegen. Grund dafür sind die riesigen Subventionen. Der staatliche Stromproduzent Hydro-Québec präsentiert seinen vier Millionen Kunden eine gesalzene Rechnung: Bis ins Jahr 2042 müssen sie die Kosten für die in der Vergangenheit gesprochenen Subventionen in der Höhe von 23 Milliarden Dollar tragen. Die neue Regierung Québecs beweist gesunden Menschenverstand, wenn sie der Verschwendung ein Ende setzt: Neue Windparks haben keinen Anspruch mehr auf Subventionen, garantierte Abnahmepreise und sonstige Vorteile. Da kann die Windenergielobby Sturm laufen, so viel sie will: Die Windenergie ist in Québec erst einmal auf Eis gelegt. Link.

 

Mehr als fünf Millionen Franken hat das Bundesamt für Energie BFE der Schweizerischen Vereinigung Suisse Eole in den letzten zehn Jahren überwiesen. Im Vorstand von Suisse Eole sitzen vor allem Kadermitarbeitende von Schweizer Stromhandelsunternehmen. Der Vorstand dürfte daher wohl eher privatwirtschaftlichen Interessen als den Interessen der Bevölkerung verpflichtet sein: Link.Lire la suite …

Ein unausgereiftes, rückständiges Projekt, das den Erwartungen der Bevölkerung nicht gerecht wird

Das Konzept Windenergie des Bundes schiesst am Ziel vorbei. Es liefert keine fundierten Antworten auf die Frage, ob die Schweiz aus Sicht der Landschaftsentwicklung den geplanten Bau von Windkraftanlagen an Standorten, die zu den intaktesten Naturräumen des Landes gehören, überhaupt verkraftet. Weiter lesen.

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