• Schweiz verschandeln? Pour un paysage durable

Die vergangene Woche lieferte einmal mehr den Beweis: Die Schweiz ist kein Land für Windenergie. Ungenügende Windverhältnisse, lokale Opposition und enorme ökologische Bedenken erklären die Schwierigkeiten vieler geplanter Projekte. Das Bundesgericht wie auch die Gemeinden gewichten mehr und mehr die Schäden durch Windkraft, die in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen.

Am 11. November 2016 erliess das Bundesgericht (BG) einen Leitentscheid: Die Beschwerden von mehreren Landschafts- und Naturschutzverbänden gegen den Windpark Schwyberg im Kanton Freiburg wurden genehmigt. Das BG kam zum Schluss, dass der Standort des Schwybergs sehr sensibel sei und eine grössere Gewichtung des Interesses von Landschaft, Biotopen und Natur verlange. Das ist ein gewichtiger Entscheid nicht nur für den Kanton Freiburg, sondern ein Leitentscheid für zahlreiche weitere Projekte, die von den gleichen Promotoren (Groupe E-Greenwatt) in der ganzen Schweiz, besonders im Jurabogen geplant sind.

Etwas früher in der Woche informierten die Zentralschweizer Kraftwerke CKW, dass sie das vorgesehene Projekt eines Windparks mit rund 4 Turbinen in der Region Triengen, Kulmerau und Walde in den Kantonen Aargau / Luzern zurückziehen. Die Gesellschaft der Axpo zog damit die richtigen Schlüsse aus der beeindruckenden lokalen Opposition und der zu schwachen Windverhältnisse. Eine erfolgreiche Abstimmung über einen Abstand von 700m zwischen den Turbinen und bewohnten Gebieten an der lokalen Gemeindeversammlung gab den Ausschlag für das Ende des Projekts.

Mitte der letzten Woche vernahmen wir ebenso, dass die Gemeinde St-Oyens im Kanton Waadt aus dem Windpark-Projekt Essertines-sur-Rolle aussteigt.

Das Projekt Mollendruz (VD) auf der markanten ersten Jurakette wurde von den drei betroffenen Gemeinden ebenfalls provisorisch zurückgewiesen. Das Dossier der Zonenänderung sei mangelhaft, es fehlten u. a. ausreichende konkrete Ersatzmassnahmen zum Schutz der lokal vorkommenden und schützenswerten Fauna.

Schwache Windverhältnisse, zu starke Auswirkungen auf die Landschaft und die Biodiversität, eine Gesundheitsgefährdung der Anwohner,…: Bei der Windenergie stehen Nutzen und Schaden in keinem Verhältnis.

Freie Landschaft Schweiz gratuliert den nationalen und lokalen Verbänden zum Schutz unserer Landschaft, Natur und Gesundheit zu ihren Erfolgen!


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