CKW stoppt Windparkprojekt in Kirchleerau/Kulmerau

Das Projekt der CKW – ein Windpark mit mindestens vier riesigen Windturbinen – im Gebiet von Triengen, Kulmerau und Walde (Aargau / Luzern) ist nach dem grossen Widerstand in der Bevölkerung heute gestorben. Die lokale Gemeindeversammlung hat kürzlich eine Abstandsinitiative von 700m vom Windpark zum bewohnten Gebiet angenommen, was die Rahmenbedingungen für einen Windpark (zu) stark verschlechterte. Damit ist eines der bekanntesten Windpark-Projekte in der Deutschschweiz Geschichte.

Freie Landschaft Schweiz gratuliert dem Verein Pro Kulmerauer Allmend und allen seinen Beteiligten. Wir hoffen, dass diese positive Entwicklung in der ganzen Schweiz eine Fortsetzung findet!

Windindustrie ignoriert Gesundheitsrisiko

Paysage Libre Vaud hat die Ergebnisse ihrer Infraschall-Studie veröffentlicht. Laut der Vereinigung ist Infraschall ein echtes Gesundheitsproblem. Deshalb fordert sie ein fünfjähriges Moratorium für im Kanton geplante Windparkprojekte. Die Gesundheitsrisiken durch Infraschall werden in der Schweiz von den Befürwortern der Windenergie und den Behörden, ja selbst von Ärzten, noch vollkommen unterschätzt.
Windkraftanlagen verursachen auch dann Vibrationen, wenn die Rotorblätter nicht drehen. Wenn die Windturbinen aber rotieren, verursachen sie starke Lärmemissionen. Der erzeugte Infraschall macht vor Gebäudemauern nicht Halt. Überdies macht es kaum einen Unterschied, ob die Distanz zur Windkraftanlage nun drei oder neun Kilometer beträgt, da die Infraschallsignatur bei beiden Distanzen praktisch gleich ist.

Röstigraben bei der Windenergie?

Öffnet sich beim Thema industrielle Windkraftanlagen ein Röstigraben? Während die Basler Gemeinde Füllinsdorf ein Windparkprojekt mit 64 Prozent Nein-Stimmen verworfen hat, sagten die Westschweizer ja zu zwei Projekten in Charrat (VS) und in Vallorbe (VD). Derweil ist die Windkraft auf dem Vormarsch: Eben wurden die Pläne für zwei Windparkprojekte in Montagne de Buttes (NE, 19 Anlagen) und Ste-Croix (VD, 6 Anlagen) öffentlich aufgelegt.

Interaktive Karte der Windpark-­Planungen in der Schweiz

Die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL hat eine interaktive Karte entwickelt, welche aufzeigt, wo überall in der Schweiz und im unmittelbar angrenzenden Ausland Windpärke geplant oder projektiert werden. Die öffentliche Diskussion über Windenergie drehte sich in der Schweiz bisher in erster Linie um den Bau einzelner Windturbinen oder Windpärke. Die Karte soll eine Diskussion über die Gesamtauswirkungen der geplanten Windpärke ermöglichen.

Québec schiebt der Verschwendung einen Riegel vor

Trotz Überproduktion sind die Stromrechnungen der Bevölkerung im kanadischen Québec in den letzten Jahren ständig gestiegen. Grund dafür sind die riesigen Subventionen. Der staatliche Stromproduzent Hydro-Québec präsentiert seinen vier Millionen Kunden eine gesalzene Rechnung: Bis ins Jahr 2042 müssen sie die Kosten für die in der Vergangenheit gesprochenen Subventionen in der Höhe von 23 Milliarden Dollar tragen. Die neue Regierung Québecs beweist gesunden Menschenverstand, wenn sie der Verschwendung ein Ende setzt: Neue Windparks haben keinen Anspruch mehr auf Subventionen, garantierte Abnahmepreise und sonstige Vorteile. Da kann die Windenergielobby Sturm laufen, so viel sie will: Die Windenergie ist in Québec erst einmal auf Eis gelegt. Link.