Umstrittener Windpark Grenchen: Kein Beitrag zur Versorgungssicherheit

Das Bundesgericht hat den Windpark Grenchen auf der ersten Jurakette mit einem Mehrheitsentscheid angenommen. Ab frühestens 2023 soll das Projekt 0.05% des Schweizer Strombedarfs liefern. Dieser vernachlässigbare Betrag nützt der Schweiz praktisch nichts, um die Versorgungssicherheit sicherzustellen. Zusammen mit dem Urteil zum Projekt in Ste-Croix VD eröffnet das Urteil zum Projekt Grenchenberg nun den Weg für den Bau von vielen weiteren Projekten im ganzen Land. Freie Landschaft Schweiz warnt die Schweizer Bevölkerung vor den katastrophalen Folgen für Umwelt und Landschaft durch den Bau von Hunderten von Windkraftanlagen, die im besten Fall nur knapp 2% des Energiebedarfs der Schweiz decken können.

 

(c) ProGrenchen

(c) ProGrenchen

FLCH nimmt sich nun ausreichend Zeit, um das Urteil im Detail zu analysieren. Klar ist: Das Bundesgericht gewichtet die Produktion von 0.05% des Schweizer Strombedarfs höher als die Verletzung von Umweltschutzgebieten. Durch den Windpark Grenchen, der sich auf der ersten Jurakette befindet, werden ein nationales BLN-Gebiet, die kantonale Juraschutzzone und zahlreiche geschützte Vogelarten geschädigt. Die Stromproduktion steht in keinem Verhältnis zu den erwarteten Schäden durch das Projekt.

Es war nicht die Absicht der Energiestrategie 2050, unsere Landschaften und Biodiversität zu zerstören, sondern ein Atomausstieg im Einklang mit Klima und Umwelt. Die Gesetzgebung, an die sich das Bundesgericht hält, setzt dieses Ziel jedoch nicht um und muss in der anstehenden Revision angepasst werden, um den Schutz von Landschaft und Biodiversität wiederherzustellen.

Trotz dem für die Windenergiebranche positiven Urteil wird die Windkraft in der Schweiz in den kommenden Jahren keine bedeutende Rolle spielen können. Nur im Kanton VD und im welschen Jura (BE, JU, NE) gibt es mehrere Windparkprojekte, die aktiv verfolgt werden (VD 7, BE 2, NE 4). In allen anderen Kantonen sind keine weiteren Windparks vorgesehen (AR, GE, NW, OW, TI, UR, ZG, ZH), es werden keine mehr konkret vorangetrieben (BL, GL, GR, SZ)  oder nur noch vereinzelt (AG 2, AI 1, LU 1, SG 1, SH 1, TG 3, VS 1). In den Kantonen FR sind alle Windenergie-Pläne (7 Windparks) ins Stocken geraten. Die Schweiz ist kein Windland.

Da Windkraft nicht vorhersehbar zur Verfügung steht und keine zeitliche und bedarfsgerechte Flexibilität der Produktion bietet, besteht darin überhaupt kein Nutzen für die Versorgungssicherheit. Mit Windkraft lassen sich Strommangellagen und Blackouts nicht verhindern. Das Potential der Windenergie ist in der Schweiz dermassen gering, dass man alle aktuell geplanten Windkraftprojekte ohne Schwierigkeiten durch die Solarkraft ersetzen kann. Das Potential der Solarenergie ist in der Schweiz über 50 Mal grösser!

Das knappe Ja zur Nutzungsplanung des Windparks Grenchen durch das Bundesgericht heisst noch nicht grünes Licht für den Bau der Anlage. Noch immer offen ist das Baugesuch. Ausserdem verlangt der lokale Verein ProGrenchen eine Volksabstimmung, denn der Windpark Grenchen ist der einzige in der Planung, zu dem die betroffene Bevölkerung bisher nichts sagen konnte.

Dringender Revisionsbedarf der Gesetzgebung bei der Windkraft

Die deutschsprachige und die französische Fassung des Art.12 des Schweizer Energiegesetzes sind nicht gleichlautend. Die fehlerhafte Übersetzung führt offensichtlich zu falschen Interpretationen. Gleichzeitig drängen sich Fragen auf im Hinblick auf das neu beschlossene Subventions-Regime. Während Investoren mit dem alten KEV-System über 15 Jahre bis zu masslosen 350% der Investitionssumme aus dem KEV-Fonds erhalten, bekämen sie mit der neuen Regelung faire 80% Einmalvergütung. FLCH fordert deshalb, dass die alte KEV-Regelung per sofort durch das neue System ersetzt wird. Der Verband wird sich in der Revision des Energiegesetzes engagieren.

(c) Robin Miller

(c) Robin Miller

Der Verband Freie Landschaft Schweiz ist der Ansicht, dass die vom Bundesrat beschlossene Schwelle zur Erreichung des nationalen Interessens von neuen Windenergieanlagen gesetzeswidrig ist. Der Bundesrat hat 2017 in der Verordnung festgelegt, dass ab einer jährlichen Produktion von 20 GWh ein Windpark von nationalem Interesse ist. Die Rechtsfakultät der Universität Lausanne bezeichnet im „Infolettre 22“ vom 30. April 2021 diese Schwelle als „kurios“. Der Gesetzgeber habe ausdrücklich neben der Jahresproduktion drei zusätzliche Kriterien formuliert, die bei der Festsetzung der Schwelle für das nationale Interesse zu berücksichtigen seien. Das Gesetz und die dazugehörigen Erläuterungsberichte sehen klar vor, dass mehrere Kriterien (Plural!) von Art. 12 Abs. 5 erfüllt sein müssen und nicht bloss ein einziges Kriterium.

Während Art. 12 Abs. 5 des Energiegesetzes in der deutschsprachigen Fassung klar festlegt, dass bei der Bestimmung des nationalen Interesses „ Kriterien wie Leistung oder Produktion sowie die Fähigkeit, zeitlich flexibel und marktorientiert zu produzieren“ zu berücksichtigen sind, so besagt die französische Übersetzung, dass „Kriterien wie Leistung, Produktion oder Flexibilität der Produktion“ zu berücksichtigen sind. Im Urteil des Bundesgerichts zum Windpark Ste-Croix VD vom April 2021 hat diese fehlerhafte Übersetzung offenbar zu falschen Interpretationen geführt.

Keine falsche Interpretation dagegen ist, dass sich das alte Einspeisevergütungssystem für Windkraftanlagen und das kürzlich aufgrund der Motion Girod (19.443) angenommene Einmalvergütungssystem deutlich unterscheiden. Während aktuell noch über 430 Anlagen eine positive KEV-Zusage haben und mit bis zu 23 Rappen pro produzierter kWh während bis zu 15 Jahren rechnen dürfen, erhalten die weiteren 361 Windkraftanlagen auf der Warteliste wohl nur eine Einmalvergütung in Höhe von 80% der Investitionen (60% Grundvergütung und 20% wegen spezifisch hohem Winteranteil der Energieproduktion). Das sorgt für Ungleichbehandlungen.

Die Unterschiede sind frappant: Nach aktueller Gesetzgebung erhält eine mit KEV unterstützte Windturbine während 5 Jahren garantiert 23 Rappen pro kWh und danach während zehn Jahren entweder 23 oder 13 Rappen. Das sind bei einer jährlichen Produktion von 5 GWh zwischen 12.25 und 17.25 Mio. CHF. Eine Windturbine kostet jedoch im Schnitt rund 6 bis 8 Millionen Franken. Damit kann ein Betreiber einer Windturbine stets zwischen 100% und 250% Gewinn verbuchen! Mit Einmalvergütungen bezahlt der Konsument für die gleiche Strommenge nur 5-7 Mio. CHF.

Die „Kostendeckende Einspeisevergütung“ ist nicht kostendeckend, sondern gewinnüberbordend! Freie Landschaft Schweiz wird sich daher bei der Revision des EnG dafür engagieren, dass das Einspeisevergütungssystem sofort durch die Einmalvergütungen zu ersetzen. Damit sparen die Konsumenten und der Bund bei 800 geplanten Windturbinen 7.2 Milliarden Franken ein!

Totaler Absturz der Windenergie im Kanton Freiburg

Innerhalb von vier Tagen gab es zwei Abstimmungen über drei Windparks im Kanton Freiburg. Die durch die Projekte Vuisternens, Gibloux  und La Sonnaz betroffenen Gemeinden haben mit 99% und 89% deutlich Nein gesagt. Damit erleidet die Windenergie in der Schweiz einen herben Rückschlag. Weitere 5% der in der Energiestrategie 2050 projektierten Windanlagen haben damit innert weniger Tage eine Niederlage erlitten. Die Windenergie spielt bei der nationalen Energiepolitik nur noch eine untergeordnete Rolle. Das ist bei der Revision des EnG zu berücksichtigen.

Windparkprojekt Vuisternens in Bouloz (FR) (c) Freie Landschaft Schweiz

Noch könnten einige Projekte realisiert werden, weil nicht alle Turbinen auf denjenigen Gemeindegebieten geplant sind, deren Stimmberechtigte in dieser Woche deutlich Nein zu den Windpark-Projekten gesagt haben. Aber man kann davon ausgehen, dass die Stimmberechtigten der Nachbargemeinden ebenfalls kritisch eingestellt sind und die Projekte nicht zustande kommen.

Der Nein-Anteil von 89% vom Montagabend war ein klares Verdikt: 366 Stimmberechtigte der Gemeinde Vuisternenes-devant-Romont stimmten Nein zur Schaffung von Windenergie-Zonen, nur 44 waren dafür. In der anderen Gemeinde La Sonnaz lehnten gleich 99.2% der Bevölkerung das Projekt La Sonnaz ab (265 zu 2).
Die Bevölkerung lehnt Windturbinen dermassen deutlich ab, weil diese viel zu nah an den Wohnhäusern geplant wären. Die dichte Besiedlung im Kanton Freiburg lässt nur Standorte zu, die oft bis zu 300m nah an Siedlungen gebaut würden. Die Anlagen selber wären bis zu 230m hoch. Das würde zu grossem Lärm, Schattenwurf und einer beeindruckenden visuellen Wirkung führen. Tausende Anwohnerinnen und Anwohner müssten mit Wertverlusten ihrer Liegenschaften und mit einer Verminderung ihrer Lebensqualität rechnen. Dazu kämen Schäden an der einzigartigen Landschaft des Kantons Freiburg und an der Vogelwelt. Die Hälfte der Turbinen würde mitten im Wald gebaut. Die zu rodenden Flächen würden mehrere Fussballfelder umfassen.

Diese demokratische Ablehnung hat Bedeutung auf die nationale Energiepolitik. In der Schweiz sind knapp 40 Windpark-Projekte konkret geplant, ein Duzend in der Deutschschweiz, zwei Duzend in der Romandie. Mit der Ablehnung dieser Projekte würden rund 5% der gesamtschweizerisch geplanten Projekte wegfallen. Die umweltschädliche Windenergie spielt somit nochmals eine deutlich kleinere Rolle in der Energiestrategie 2050. Die jährliche Stromproduktion von 4.3 TWh, die der Bund 2016 vorgeschlagen hatte, liegt in weiter Ferne. Aktuell sind es etwas mehr als 0.1 TWh/a.

Freie Landschaft Schweiz wird sich beim parlamentarischen Prozess bei der Revision des EnG miteinbringen und einerseits zum Schutze der Natur und des Klimas fordern, dass in der Schweiz keine Windkraftanlagen in Wäldern gebaut werden dürfen. Andererseits muss im Energiegesetz präzisiert werden, dass nur Anlagen zur Produktion erneuerbarer Energie nationales Interesse erlangen, welche Bandenergie produzieren, flexibel zuschaltbar oder lokal speicherbar sind. Damit würde der Fehlentscheid des Bundesgerichts im Fall Ste-Croix VD korrigiert. So würden vor allem Erneuerbare gefördert, die einen realistischen und sicheren Beitrag zur Stromversorgung der Schweiz leisten können. Dazu gehören die potentialreiche Wasser- und die Solarenergie.

Wieder 2 Windparks weniger in der Schweiz

Nach dem Windpark Murzelen nahe der Stadt Bern ist gestern nun auch der geplante Windenergie-Standort Muttenz nahe der Stadt Basel begraben worden. Damit gibt es in der Schweiz – vor allem in der Deutschschweiz – wieder zwei Windparks weniger. Die Windenergie spielt damit in der Energiestrategie 2050 eine immer kleinere Rolle.

(c) Freie Landschaft Schweiz

In der Ortschaft Murzelen, die zur Einwohnergemeinde von Wohlen bei Bern gehört, waren vier Windkraftanlagen von insgesamt 240m Höhe geplant. Der Gemeinderat hat vor wenigen Wochen entschieden, bei der Regionalplanungskonferenz keinen Antrag zu stellen, um den Windpark im Richtplan festzusetzen.

Zu gross scheint der Widerstand in der Bevölkerung gewesen zu sein, nachdem Freie Landschaft Schweiz auf www.windparks.ch eine realistische Visualisierung des Windparks veröffentlichte. Die vier geplanten Turbinen wären unmittelbar vor dem Dort Murzelen gestanden und hätten sowohl landschaftlich wie auch bezüglich des Schattenwurfs erhebliche Nachteile verursacht.

Wie Studien aus Deutschland zeigen, verlieren Liegenschaften mit einem solchen Abstand zu geplanten Windkraftanlagen rund 7% an Wert. Nahe der Stadt Bern wird es also in den kommenden Jahren keine Windkraftanlagen geben. Auch östlich der Hauptstadt wurde vor einigen Jahren der Windparkstandort Vechigen sistiert.

Nahe der Stadt Basel fiel gestern den berechtigten Befürchtungen der Bevölkerung ein weiterer Windenergie-Standort zum Opfer: Die Windkraftanlage Muttenz. Die Gemeindeversammlung lehnte das Bauvorhaben mit 55% ab. Zu unstetig sei der Wind, zu gross der Lärm, zu wenig wirtschaftlich das Projekt, argumentierte die Bevölkerung an der Versammlung. Zudem sei es problemlos möglich, die vom Projektierer prognostizierte Strommenge durch Solarenergie zu produzieren, welche keine Probleme mit Lärm, der direkt angrenzenden Autobahn oder dem Landschaftsschutz verursache. Im Gegenteil: In der Agglomeration Basel bestehen ausreichend Dachflächen. Die Mehrheit der Gemeindeversammlung sah das ebenso.

Der Windenergie geht in der Deutschschweiz langsam die Puste aus. Insgesamt gibt es diesseits des Röstigrabens nicht einmal mehr zwölf Standorte (!), wo aktiv ein Projekt in der Planung vorangetrieben wird. Über 16 Windparks sind in den letzten fünf Jahren in der Schweiz abgelehnt oder sistiert worden, zwölf davon in der Deutschschweiz. In der Romandie befinden sich aktuell noch rund 20 Standorte mit Projekten in der fortgeschrittenen Planungsphase, zwei weitere wurden in den letzten drei Jahren beendet.

Eine vollständige Übersicht der Windenergie in der Schweiz finden Sie unter www.windparks.ch.

Die Politik muss einsehen: Die Windenergie-Pläne des Bundes zerbrechen je länger je mehr am Widerstand der Bevölkerung. Die Solarenergie hat ein 50-fach grösseres Potential als die Windkraft, im Winter ein sieben Mal grösseres. Dort gibt es keinen Widerstand aus der Bevölkerung.

Artikel Basler Zeitung (Muttenz): Link.
Artikel Berner Zeitung (Murzelen): Link.

Das Bundesgericht missachtet die Physik

In seinem Urteil zum Windpark Ste-Croix VD schreibt das Bundesgericht, dass Windkraftanlagen „flexibel und marktorientiert“ Strom produzieren könnten. Deshalb gelte die Windenergie als von nationalem Interesse, dem sich Natur- und Landschaftsschutz beugen müssten. Aufgrund dieser Annahme hat das Bundesgericht den Windpark gutgeheissen. Allerdings: Diese Annahme ist falsch. Windturbinen produzieren nur, wenn der Wind weht – weder flexibel noch marktorientiert.

(c) Bundesgericht

Wortwörtlich schreibt das Bundesgericht in seinem vorgestern publizierten Urteil: „Windkraftanlagen bieten zeitliche und bedarfsgerechte Flexibilität der Produktion (Art. 15 Abs. 5 in fine EnG) und leisten insbesondere im Winter, wenn der Stromverbrauch am höchsten ist, einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit, indem sie das Netz je nach Bedarf be- oder entlasten können.“
(aus dem Französischen übersetzt)

Einerseits ist der zitierte Gesetzesartikel falsch – Art. 15 EnG betrifft nicht das Thema und hat auch nicht 5 Absätze – und andererseits widerspricht diese Aussage jeglichen physikalischen Gesetzen. Während Pumpspeicherkraftwerke tatsächlich auf Knopfdruck Strom produzieren oder verbrauchen (= speichern) können, produzieren Windkraftanlagen nur dann Strom, wenn der Wind weht; es besteht eine hohe Unsicherheit über Zeitpunkt und Höhe der Stromproduktion. Somit kann Windkraft auch nicht marktorientiert Strom produzieren. Schon gar nicht können Windkraftanlagen das Netz „entlasten“. Auch die im Urteil zitierten Quellenangaben belegen nicht die vom Gericht getätigten Aussagen.

Die Windenergie trägt aufgrund ihrer vom Wetter abhängigen Stromproduktion nur sehr wenig zur Versorgungssicherheit bei. Es muss jederzeit 100% Backup-Kapazität zur Verfügung stehen, um Windmangel auszugleichen. Auch von Oktober bis März, wo die Windenergie 58% der Jahresmenge produziert, kommt es zu tagelangen Flauten. Wir verweisen hier auf die VGB-Studie von 2018.

Nur aufgrund einer falschen Annahme kam das Bundesgericht zum Schluss, dass das betroffene Windparkprojekt nationales Interesse geniesse und damit alle anderen Interessen zweitrangig seien. Da sich bei vier weiteren Windpark-Projekten vor dem Bundesgericht die gleichen Fragen stellen, wird Freie Landschaft Schweiz beim Bundesgericht insistieren.

Würde kleinen Projekten wie dem Windpark Ste-Croix VD nationales Interesse zugemessen, so hätte man den Landschaftsschutz empfindlich geschwächt und eine Türe für Energieanlagen geöffnet, auch wenn eine ganzheitliche Gewichtung der Interessen dagegen spräche. Projekte wie jenes in Ste-Croix tragen nur mit einem Drittel Promille (0.03%) zur nationalen Stromversorgung bei. Mit anderen Worten gesagt: Man würde solche Anlagen gegenüber anderen Eingriffen in Natur und Landschaft privilegieren. Das würde dazu führen, dass die Windkraft einen Persilschein erhält.

Freie Landschaft Schweiz kritisiert diese undifferenzierte Haltung des obersten Schweizer Gerichts, die weder den physikalischen Gesetzen noch der Tradition der Schweiz als Land berühmter Landschaften und als Vorreiter im Umweltschutz entspricht.

In Anbetracht dessen, dass die Schweiz bereits sehr stark zersiedelt ist, muss auf die Solarkraft gesetzt werden. Diese hat ein 7x höheres Winterstrompotential gegenüber der Windenergie, ist speicherbar und versorgt unser Land sicher mit Wärme und Strom. Die Energiewende darf nicht ausgerechnet das zerstören, was wir mit der Energiewende schützen wollen: Die Biodiversität und unsere Landschaft.

Zum Urteil: Link
Zur Medienmitteilung: Link

Windturbinen prägen die politische Landschaft im Kt. Freiburg

Bei den Freiburger Gemeinderatswahlen am 7. März 2021 spielen Windkraftwerke eine grosse Rolle. Die geheimen Vereinbarungen der Groupe E mit verschiedenen Gemeinden haben wesentlich zur Medienberichterstattung über die Ambitionen der Windlobby im zweisprachigen Kanton beigetragen. Jetzt zeigt ein exklusives Video die landschaftlichen Auswirkungen des geplanten Windparks La Sonnaz vor den Toren der Stadt Freiburg.

(c) Paysage Libre Suisse

(c) Freie Landschaft Schweiz

Ein von Freie Landschaft Schweiz veröffentlichtes Video zeigt, wie sich die Rotoren der Industriezone La Sonnaz hinter der Kantonshauptstadt Freiburg drehen würden. Die 8 gigantischen Windturbinen, die der Freiburger Promotor Groupe E Greenwatt plant, haben bereits einen Proteststurm in den betroffenen Gemeinden Courtepin, La Sonnaz und Belfaux ausgelöst. Dort wurde ein Verein gegründet, um gegen ein Projekt zu kämpfen, das nichts mit Ökologie zu tun hat: Es sollen für immer Tausende Tonnen Beton in den Boden gegossen werden, Wälder würden abgeholzt und es entstünden riesige Schäden an der Artenvielfalt. Die prognostizierte Strommenge ist gering und würde unregelmässig anfallen.

Die von einigen Politkernen aufgedeckten geheimen Vereinbarungen der Groupe E mit verschiedenen Gemeinden haben eine massive Reaktion in der Bevölkerung hervorgerufen. Man versteht nicht, warum die Freiburger Stadtwerke zu verdeckten Operationen greifen, um sich politische Unterstützung zu sichern. Mit der Veröffentlichung dieses Videos möchte Freie Landschaft Schweiz die Bevölkerung über die Windkraft-Pläne informieren. Mit diesem Projekt würde sich die Landschaft zwischen Fribourg, Payerne und Murten stark verändern.

Grossrätin Antoinette de Weck, Vorstandsmitglied von Freie Landschaft Schweiz, sagt:

„Mit dem Windpark-Projekt La Sonnaz würden wir unserem Kanton ein neues Gesicht geben: Nämlich mit industriellen Windkraftanlagen im Flachland, die Lärm verursachen und direkt auf dem Feld und im Wald neben unseren Häusern stehen. Damit hätten wirtschaftliche Interessen Vorrang gegenüber denjenigen der Bevölkerung.“

Das Video ist hier abrufbar: https://youtu.be/m6141otgu8s

Die dynamischen Videos von Freie Landschaft Schweiz

Bestehend aus virtuellen 3D-Überflügen und dynamischen Fotomontagen werden die Visualisierungen mit einer speziell entwickelten Software auf Basis der 3D-Geodaten von Swisstopo erstellt. Die Grundlagen aus den Richtplänen werden 1:1 übernommen. Die Standorte und die Bodenhöhe der einzelnen Maschinen sowie die Wahl des Windkraftanlagenmodells entsprechen den Angaben der Entwickler. Die Größe der Rotoren, der Schattenwurf, die Nachtbefeuerung und das Landschaftsbild entsprechen der erwarteten Realität und würden die Anwohnerinnen und Anwohner des geplanten Windparks in Zukunft stark beeinträchtigen.

Es sind bereits über 25 geplante Windparks in der Schweiz realistisch visualisiert.

Alle Videos sind unter www.windparks.ch verfügbar.

Neue Studie zeigt: Infraschall von Windkraftanlagen ist deutlich gefährlicher als angenommen

Viele Menschen, die in Frankreich und Deutschland in der Nähe von Windparks leben, berichten von zum Teil schwerwiegenden Gesundheitsproblemen: Kopfschmerzen, Tinnitus, Schlafstörungen, Schwindel, Übelkeit oder sogar Depressionen. Sie führen den Ursprung ihrer Symptome auf Infraschall zurück, das sind tieffrequente Töne, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind. Die Promotoren von Windkraftanlagen bestreiten den Einfluss des Infraschalls auf die menschliche Gesundheit haben können. Eine neue Studie im Auftrag von Freie Landschaft Schweiz bringt neue Elemente in die Debatte ein und beweist, dass der Bund das Problem dringend in Angriff nehmen muss.

Infraschall (c) Pixabay

In seiner Antwort auf die Interpellation von Nationalrat Jean-Pierre Grin (13.3113) vertrat der Bundesrat die Auffassung, dass die Infraschall-Emissionen von Windenergieanlagen unterhalb der Hör- oder Wahrnehmungsschwelle liegen und deshalb keine gesundheitlichen Auswirkungen haben. Der Bundesrat erklärte jedoch, dass er die Forschung über die Auswirkungen von Lärm im tieffrequenten Bereich aufmerksam verfolge und bei neuen Entwicklungen geeignete Massnahmen zum Schutz der Bevölkerung vorschlagen werde.

Eine neue, von Freie Landschaft Schweiz veröffentlichte Studie zeigt, dass das Problem des Infraschalls bisher bei der Planung von Windparks nicht angemessen berücksichtigt wurde. Der Bund muss diese Problematik so bald wie möglich wieder aufgreifen. Freie Landschaft Schweiz hat die Studie mit ihren Schlussfolgerungen den Bundesbehörden übermittelt. Diese sind angesichts der grossen Zahl von Windkraftprojekten, die in den nächsten zwei bis fünf Jahren gebaut werden könnten, nun aufgefordert, zum Schutz der Schweizer Bevölkerung sehr rasch zu handeln. Zurzeit stehen 12 Windparks mit rund 120 Turbinen in der Endphase des Bewilligungsprozesses.

Welche Erkenntnisse sind neu?

Die überwiegende Mehrheit der bisher vorhandenen Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen des von Windkraftanlagen abgestrahlten Infraschalls berücksichtigt nur die in der Luft gemessenen Emissionen. Das Problem liegt jedoch im Boden: Messungen in der Nähe mehrerer Windparks zeigen, dass sich Vibrationen im Bereich bis zu 20 Hz über den Boden weit von den Turbinen ausbreiten, manchmal mehrere Kilometer entfernt. Die Intensitätspegel, gemessen in Dezibel, sind in der Nähe einiger Parks sehr hoch. Zusätzlich zu diesen Pegeln können in Gebäuden Resonanzeffekte auftreten, welche die externe Schwingung je nach Liegenschaft um den Faktor 10 oder sogar 20 erhöhen. Diese so genannte Helmholtz-Resonanz erklärt, warum einige Bewohner stärker betroffen sind als andere.

Die Art des Untergrunds ist entscheidend: Der Lärmpegel ist in Gebieten mit hartem Untergrund, insbesondere Kalkstein, am höchsten. Die meisten der Schweizer Windparks, die in den nächsten Jahren gebaut werden könnten, befinden sich im Jurabogen auf Kalkstein.

Freie Landschaft Schweiz fordert den Bund auf, rasch zu handeln, um sicherzustellen, dass die Beschaffenheit des Untergrundes in den Baubewilligungsverfahren sorgfältig berücksichtigt wird. Auch die Justizbehörden werden aufgefordert, das Vorsorgeprinzip strikt anzuwenden, um die Anwohner vor schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen zu schützen. Ein Moratorium für den Bau neuer Windparks ist notwendig, solange keine angemessenen Maßnahmen auf gesetzlichem Weg festgelegt werden.

Zur Studie (Französisch): Link

Sonvilier lehnt Windpark Quatre Bornes ab – ein Signal an die Schweiz

Die Einwohner von Sonvilier haben ein Zeichen für die ganze Schweiz gesetzt: Mit der Ablehnung des Windparkprojekts „Quatre Bornes“ zeigt die Gemeinde im Berner Jura, dass die Schweizer Bevölkerung diese gigantischen Industriezonen ablehnt, welche ihr Lebensumfeld zerstören und gleichzeitig riesige Subventionen verschlingen. Freie Landschaft Schweiz fordert die Bundesbehörden auf, die Energiestrategie 2050 zu überprüfen und einen Ausstiegsplan für die Windenergie auszuarbeiten.

Die zehn bis zu 207 Meter hohen Turbinen, die neben dem Chasseral geplant sind, werden nicht gebaut. Dies ist die heutige Entscheidung der Bevölkerung von Sonvilier, welche zeigt, dass sie nicht den emotionalen Argumenten der Projektierern erliegen wollte. Die Promotoren versprachen nichts weniger als Energieautonomie, die Rettung des Klimas und eine Verbesserung der Landschaft und der Biodiversität. Die Windkraft, die bereits in der ganzen Schweiz in Schwierigkeiten steckt, wird nun hart getroffen.

Der Entscheid von Sonvilier ist auch ein schwerer Schlag für den Promotor Groupe E Greenwatt, die mehrere Windkraftprojekte in der Schweiz plant, welche sich alle in einer kritischen Situation befinden. Seit Jahren werden riesige Geldsummen für Umweltverträglichkeitsprüfungen verschwendet, in denen versucht wird, den Behörden und der Bevölkerung weiszumachen, dass die Installation dieser gigantischen Türme ohne Belästigung und unter Einhaltung der Vorschriften erfolgen soll.

„Windkraftanlagen wurden bisher vor allem in der Deutschschweiz abgelehnt. Jetzt ist die Westschweiz an der Reihe, zu erkennen, dass es keinen triftigen Grund für den Bau dieser gigantischen Maschinen gibt“, sagt Elias Meier, Präsident von Freie Landschaft Schweiz. Zwischen den Subventionen für die Projektierer, den Schäden an der Landschaft und der Artenvielfalt sowie der Belästigung der Anwohner ist klar: Der Ausstieg aus der Atomenergie wird ohne die Windkraftanlagen auskommen müssen.

Freie Landschaft Schweiz fordert die Bundesbehörden auf, das Produktionsziel von 4 Terawattstunden pro Jahr, d. h. die gemäss Energiestrategie erforderlichen rund 1’000 Windturbinen zu überprüfen. Die Alternativen sind da: Photovoltaik und Biomasse, zusätzlich zum bereits bestehenden traditionellen Pfeiler der Schweizer Stromproduktion, der Wasserkraft. Die Photovoltaik kann schnell installiert werden, ist viel billiger, gibt keinen Anlass zu Opposition, kann vor Ort gespeichert werden und bietet darüber hinaus eine Einnahmequelle für lokale Unternehmen. „Windkraft ist eine alte Idee aus den 1990er Jahren; angesichts der zunehmenden Umweltbelastung durch diese immer grösseren Maschinen ist es vernünftig, eine umweltfreundlichere Stossrichtung zu wählen“, erklärt Generalsekretär Michel Fior.

Jüngste Studien bestätigen, dass ein Ausstieg aus der Atomenergie ohne Windturbinen durchaus möglich ist. Freie Landschaft Schweiz fordert eine Energiewende, welche die Menschen, die Umwelt und die von der Bundesverfassung geforderte Wirtschaftlichkeit respektiert.

Auch die Subventionierung der Windenergie schadet der Biodiversität

In ihrer umfassenden Studie «Biodiversitätsschädigende Subventionen in der Schweiz» reden die Eidg. Forschungsanstalt Wald, Schnee und Landschaft WSL und das Forum Biodiversität der Akademie der Naturwissenschaften SCNAT Klartext – auch bezüglich der Windenergie: «Windkraftanlagen haben eine negative Auswirkung auf die Biodiversität». Zudem halten sie fest: «Eine Abschaffung der Subventionen würde den Ausbau der Windkraft weitgehend beenden».

(c) Pixabay

Damit bestätigen sie, was Freie Landschaft Schweiz FLCH seit Jahren konstatiert: «Der Bau von Windkraftanlagen benötigt Infrastruktur: neue Erschliessungsstrassen, die für schwere Transportfahrzeuge geeignet sind, bleiben auch nach der Installierung bestehen. Diese fragmentieren und führen zu einer Nachfolgenutzung, die zur Störung des Oekosystems beitragen kann (…) Windturbinen und die beim Betrieb entstehenden Luftturbulenzen verursachen Vogelschlag. Je nach Standort der Kraftwerkanlagen kann dieser schwerwiegende Folgen für die Artbestände haben. Auch Fledermäuse sind davon betroffen.»

Die Aussage «Eine Abschaffung der Subventionen würde den Ausbau der Windkraft weitgehend beenden» bekräftigt, was FLCH ebenfalls seit Jahren kritisch kommentiert: Windkraftanlagen werden primär – entgegen anderslautenden Beteuerungen ihrer Promotoren – nicht gebaut, um die Stromversorgung zu verbessern, sondern um die Bundessubventionen abzuholen. Zudem sind geplante Windparks meist „grüne“ Prestigeprojekte für grosse Elektrizitätswerke. Dass Windkraftanlagen umweltfreundlich seien, ist aber ein Etikettenschwindel!

Die Lösungsvorschläge die WSL-Studie vermögen indes teilweise zu überzeugen: Von einer Eliminierung der Subventionen sei abzusehen, die für die Windenergie geplante Ausbauleistung sei zu halbieren, freiwerdende Gelder seien in die Förderung anderer erneuerbarer Energien zu investieren und die Biodiversität sei in den Auflagen für die Vergabe der Subventionen stärker zu gewichten.

Die WSL-Studie geht aber noch von der 2016 geplanten Ausbauleistung aus. Inzwischen visiert das Bundesamt für Energie mit EnergieSchweiz und Suisse Eole aber mehr als eine Verdoppelung der Windstromproduktion (von 4‘300 auf 9000 GWh) an – ein Ausbau, der in unserem windschwachen Land nur mit mindestens 2500 je über 200 m hohen Windturbinen zu realisieren wäre und jährliche Subventionen von rund 1.5 Milliarden generieren würde – und dies während 15 bis 20 Jahren.

Es ist jedoch nicht nur die Biodiversität, die durch einen so massiven Ausbau der Windkraft noch mehr geschädigt würde: Im gleichen Ausmass würden auch die Landschaft, die Gesundheit der Windpark-Anrainer und die Volkswirtschaft beeinträchtigt. Berücksichtigt man das gesamte Schadenspotenzial der Windkraft und stellt ihm deren geringes Produktionspotenzial gegenüber, so wird ersichtlich, dass unser Land für die Windkraft einen unverhältnismässig hohen Preis zahlen müsste.

Freie Landschaft Schweiz FLCH fordert deshalb die Investition der bisher für die Windkraft reservierten Beträge in erneuerbare Energien ohne negative Auswirkungen auf Biodiversität, Landschaft, Gesundheit und Volkswirtschaft.

Die umweltfreundlichste Energie ist dabei das Energiesparen!

Zur Studie: Link

Die Revision des Energiegesetzes gleicht einer Pinselrenovation

Die zukünftige Energieversorgung unseres Landes wird im Wesentlichen eine Versorgung mit Elektrizität sein. Sie sieht sich einer dreifachen Herausforderung gegenüber: Sie muss nicht nur eine den Jahresverbrauch insgesamt deckende Produktion, sondern auch die jederzeit ausreichende Verfügbarkeit der Elektrizität sicherstellen, und dies ausschliesslich mittels einheimischer erneuerbarer Energien.

(c) Analogicus

Wurde schon das 2017 totalrevidierte Energiegesetz (EnG) dieser Herausforderung nicht gerecht, so vermag auch die derzeitige Teilrevision bestenfalls kosmetische Verbesserungen zu erzielen. Der Fokus des EnG liegt weiterhin auf der Sicherstellung der Jahresproduktion. Das Problem der jederzeitigen Verfügbarkeit ist und bleibt ungelöst, solange die Speichermöglichkeiten für die unregelmässig anfallende Solar- und Windenergie fehlen. Wäre das EnG ein Gebäude, so müsste man die geplante Teilrevision als Pinselrenovation bezeichnen. Soll das EnG seine im Zweckartikel formulierten Ziele erreichen können, sind fundamentale Verbesserungen nötig. Freie Landschaft Schweiz stellt dazu mehrere Anträge, die sich wie folgt zusammenfassen lassen:

Elektrizität ist die Energieform der Zukunft. Deshalb macht eine Revision des EnG nur Sinn, wenn sie gemeinsam mit der ebenfalls anstehenden Revision des Stromversorgungsgesetzes erfolgt.

Elektrische Energie kann und soll im Inland produziert werden. Importe aus dem Ausland werden je länger je weniger möglich sein. Weil die stetige Verfügbarkeit von genügend Strom unabdingbar ist, muss das EnG die Produktion und die Speicherung von Strom gleichermassen fördern.

Elektrizität kann nicht nur produziert und gespeichert werden – es ist auch möglich, sie einzusparen! Leitgedanke des EnG scheint indessen zu sein, den bisherigen Verbrauch inskünftig statt mit atomar-fossiler Energie einfach mit einheimischen erneuerbaren Energien zu decken. Ein zukunftsweisendes EnG muss nebst Energieproduktion und -speicherung auch verbrauchssenkende Massnahmen in den Fokus nehmen, auch bei der Elektrizität.

Der von der Revision nicht tangierte Zweckartikel des EnG fordert u.a. eine «wirtschaftliche und umweltverträgliche Energieversorgung». Die Revision des EnG trägt diesen Forderungen zu wenig Rechnung, da das alte Einspeisevergütungs-System beibehalten werden und ein neues Einmalvergütungs-System zusätzlich eingeführt werden soll. Das ist nicht wirtschaftlich und fördert auch umweltschädliche Technologien wie die Windkraft.

Es geht nicht an, mit der bestehenden Einspeisevergütung ein Subventionssystem bis 2043 beizubehalten, das für 4.3 TWh/Jahr Windenergie 18 Milliarden CHF bezahlen müsste, während man mit dem gleichen Betrag 6.5 TWh/Jahr Solarenergie finanzieren könnte. Es drängt sich deshalb auf, den Einspeisevergütungs-Fonds vollumfänglich in einen neuen Fonds für Einmal-vergütungen umzuwandeln. Damit inbegriffen sollen auch alle Windturbinen sein, die noch nach der alten Regelung Einspeisevergütungen zugesprochen hätten.

Nicht nur der Zweckartikel des EnG, sondern selbst die Bundesverfassung verlangt eine umweltverträgliche Energiepolitik (BV Art. 89). Umweltverträglichkeit beschränkt sich nicht darauf, atomare Abfälle zu vermeiden und den CO2-Ausstoss zu verringern. Umweltverträglichkeit beinhaltet auch den Schutz von Landschaft und Biodiversität. Freie Landschaft Schweiz besteht deshalb darauf, dass das EnG nur solche Energie-Anlagen fördert, welche die Bestimmungen des Gewässerschutzgesetzes sowie des Natur- und Heimatschutzgesetzes uneingeschränkt respektieren.

Zur Stellungnahme: Link