Windturbinen prägen die politische Landschaft im Kt. Freiburg

Bei den Freiburger Gemeinderatswahlen am 7. März 2021 spielen Windkraftwerke eine grosse Rolle. Die geheimen Vereinbarungen der Groupe E mit verschiedenen Gemeinden haben wesentlich zur Medienberichterstattung über die Ambitionen der Windlobby im zweisprachigen Kanton beigetragen. Jetzt zeigt ein exklusives Video die landschaftlichen Auswirkungen des geplanten Windparks La Sonnaz vor den Toren der Stadt Freiburg.

(c) Paysage Libre Suisse

(c) Freie Landschaft Schweiz

Ein von Freie Landschaft Schweiz veröffentlichtes Video zeigt, wie sich die Rotoren der Industriezone La Sonnaz hinter der Kantonshauptstadt Freiburg drehen würden. Die 8 gigantischen Windturbinen, die der Freiburger Promotor Groupe E Greenwatt plant, haben bereits einen Proteststurm in den betroffenen Gemeinden Courtepin, La Sonnaz und Belfaux ausgelöst. Dort wurde ein Verein gegründet, um gegen ein Projekt zu kämpfen, das nichts mit Ökologie zu tun hat: Es sollen für immer Tausende Tonnen Beton in den Boden gegossen werden, Wälder würden abgeholzt und es entstünden riesige Schäden an der Artenvielfalt. Die prognostizierte Strommenge ist gering und würde unregelmässig anfallen.

Die von einigen Politkernen aufgedeckten geheimen Vereinbarungen der Groupe E mit verschiedenen Gemeinden haben eine massive Reaktion in der Bevölkerung hervorgerufen. Man versteht nicht, warum die Freiburger Stadtwerke zu verdeckten Operationen greifen, um sich politische Unterstützung zu sichern. Mit der Veröffentlichung dieses Videos möchte Freie Landschaft Schweiz die Bevölkerung über die Windkraft-Pläne informieren. Mit diesem Projekt würde sich die Landschaft zwischen Fribourg, Payerne und Murten stark verändern.

Grossrätin Antoinette de Weck, Vorstandsmitglied von Freie Landschaft Schweiz, sagt:

“Mit dem Windpark-Projekt La Sonnaz würden wir unserem Kanton ein neues Gesicht geben: Nämlich mit industriellen Windkraftanlagen im Flachland, die Lärm verursachen und direkt auf dem Feld und im Wald neben unseren Häusern stehen. Damit hätten wirtschaftliche Interessen Vorrang gegenüber denjenigen der Bevölkerung.“

Das Video ist hier abrufbar: https://youtu.be/m6141otgu8s

Die dynamischen Videos von Freie Landschaft Schweiz

Bestehend aus virtuellen 3D-Überflügen und dynamischen Fotomontagen werden die Visualisierungen mit einer speziell entwickelten Software auf Basis der 3D-Geodaten von Swisstopo erstellt. Die Grundlagen aus den Richtplänen werden 1:1 übernommen. Die Standorte und die Bodenhöhe der einzelnen Maschinen sowie die Wahl des Windkraftanlagenmodells entsprechen den Angaben der Entwickler. Die Größe der Rotoren, der Schattenwurf, die Nachtbefeuerung und das Landschaftsbild entsprechen der erwarteten Realität und würden die Anwohnerinnen und Anwohner des geplanten Windparks in Zukunft stark beeinträchtigen.

Es sind bereits über 25 geplante Windparks in der Schweiz realistisch visualisiert.

Alle Videos sind unter www.windparks.ch verfügbar.

Kantonsgericht FR zerlegt die Grundlagen des Windparks Schwyberg

Nachdem das Bundesgericht zum Schluss kam, dass gemäss Raumplanungsgesetz eine Interessensabwägung bereits auf der Richtplanstufe notwendig sei, folgte das Kantonsgericht Freiburg vollumfänglich den Ausführungen des obersten Gerichts. Dem geplanten Windpark Schwyberg bei Schwarzsee FR, gegen welchen vier Umweltschutzverbände Beschwerde erhoben haben, fehlen die Grundlagen im Richtplan und die Interessen des Vogel-, Natur- und Landschaftsschutzes seien zu wenig berücksichtigt worden.

Damit ist das Projekt nicht ganz vom Tisch, wohl aber die aktuelle Planung. Erst muss nun der Richtplan revidiert werden.

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Starker Gegenwind

Die vergangene Woche lieferte einmal mehr den Beweis: Die Schweiz ist kein Land für Windenergie. Ungenügende Windverhältnisse, lokale Opposition und enorme ökologische Bedenken erklären die Schwierigkeiten vieler geplanter Projekte. Das Bundesgericht wie auch die Gemeinden gewichten mehr und mehr die Schäden durch Windkraft, die in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen.

Am 11. November 2016 erliess das Bundesgericht (BG) einen Leitentscheid: Die Beschwerden von mehreren Landschafts- und Naturschutzverbänden gegen den Windpark Schwyberg im Kanton Freiburg wurden genehmigt. Das BG kam zum Schluss, dass der Standort des Schwybergs sehr sensibel sei und eine grössere Gewichtung des Interesses von Landschaft, Biotopen und Natur verlange. Das ist ein gewichtiger Entscheid nicht nur für den Kanton Freiburg, sondern ein Leitentscheid für zahlreiche weitere Projekte, die von den gleichen Promotoren (Groupe E-Greenwatt) in der ganzen Schweiz, besonders im Jurabogen geplant sind.

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