• Landschaft schützen! Pour un paysage durable

Den Planeten ohne Windturbinen retten

Gemäss einer gestern veröffentlichten wissenschaftlichen Studie kann die Schweiz die Ziele des Pariser Klima-Abkommens mit einfachen Massnahmen und nur mit Solarenergie erreichen. Die Energiewende ist somit ohne Beeinträchtigung der Landschaft und der Biodiversität möglich. Der Einsatz von Windkraftanlagen ist heute unnötig und sogar kontraproduktiv. Freie Landschaft Schweiz (FLCH) begrüsst diese Einsicht und fordert ein “Reset” der Energiestrategie 2050.

(c) Pixabay

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Die Zahlen der Studie 2019 über den Energieverbrauch von PlusEnergieBau-Gebäuden zeigen, dass die Überschüsse der solaren Stromerzeugung in Kombination mit Pumpspeicherkraftwerken mehr als ausreichen, um den gesamten Gebäude- und Verkehrssektor in der Schweiz mit CO2-neutralem Strom zu versorgen. Solardächer würden den CO2-Ausstoß um 90% reduzieren!

Diese als einfach bezeichneten Maßnahmen zeigen, dass die Energiestrategie 2050 einen falschen Ansatz gewählt hat. Die Studie belegt damit, dass dank der Solarenergie

– nahezu alle CO2-Emissionen eliminiert werden können;
– der Ausstieg aus der Kernenergie gewährleistet ist;
– und damit die Landschaft und die Biodiversität vollständig erhalten bleiben.

Der Verband Freie Landschaft Schweiz (FLCH) sieht eine Reihe weiterer Vorteile für einen Paradigmenwechsel bei der Energiewende:

– Die Subventionen (Einspeisevergütungen) für Solaranlagen betragen fast nur noch die Hälfte der Subventionen für Windkraftanlagen.
– Mit dem Fokus auf Solarenergie sind Schweizer KMU und nicht deutsche Windkraftanlagenhersteller am Werk.

Diese Energiewende kann daher positive Auswirkungen auf die Wirtschaft, den Klimaschutz und den Ausstieg aus der Atomenergie haben.

Die gestern veröffentlichte Studie steht im Einklang mit dem Marshallplan der Sozialdemokratischen Partei für die Energiewende: die Nutzung der Windenergie fehlt völlig, was deren Nutzlosigkeit zeigt. FLCH begrüsst diesen Richtungswechsel und lädt die neue Vorsteherin des Eidgenössischen Energiedepartements ein, den Plan in ihren Departementen umzusetzen.

Ein “Reset” der Energiestrategie 2050 ebnet den Weg für eine umweltfreundliche Energiewende. Für den Einsatz von Windkraftanlagen gibt es keine Rechtfertigung mehr. Es scheint, als sei der Traum einer windigen Energieversorgung bereits geplatzt.

Zur Studie: Link

 

www.windparks.ch Realistische Visualisierungen von geplanten Schweizer Windparks

Der Verband Freie Landschaft Schweiz lanciert eine neue Plattform: www.windparks.ch. Das Portal bietet in Zukunft von allen geplanten Windkraftanlagen in der Schweiz realistische 3D-Visualisierungen mit drehenden Rotoren am Tag und roten Blinklichtern in der Nacht. Erstmals kann sich die Schweizer Bevölkerung ein realistisches Bild davon machen, was der Zubau der 850 geplanten Windkraftanlagen in der Schweiz bedeuten würde. Mit der Lancierung der Karte startet kommende Woche ein Crowdfunding zur Finanzierung der neuen Plattform.

Es sind rund 850 Anlagen, welche in der Schweiz konkret geplant sind. Die meisten Windkraftwerke sollen über 200m hoch sein (auf dem Lindenberg sind es 230m), das sind unvorstellbare Dimensionen. In der Schweiz gibt es bis jetzt keine solchen Anlagen, diejenigen auf dem Mont Crosin sind maximal 150m hoch und das höchste Gebäude der Schweiz 180m (Roche Tower, Basel).

Bis jetzt konnte sich niemand vorstellen, wie solche gigantischen Industrie-Türme an exponierten Stellen in der Schweiz wirklich aussehen. Tagsüber wirken die drehenden Rotoren mit einem Durchmesser von über 120m als Blickfang, nachts die roten Blinklichter (Flugsicherheit!) wie eine Weihnachtsbeleuchtung. Die Fotomontagen der Promotoren von Windparks zeigen die Turbinen nicht selten vor grell-weissem Himmel oder hinter Bäumen, Zäunen und weidenden Kühen, sodass die Turbinen geradezu niedlich oder gar nicht sichtbar wirken.

Freie Landschaft Schweiz publiziert heute nach einer einjährigen Vorbereitungsphase das neue Portal www.windparks.ch. Darauf werden in Zukunft alle geplanten Windturbinen in der Schweiz auf realistischen 3D-Visualisierungen sichtbar sein. Aktuell befinden sich drei Videos auf dem Portal (Windparks LinthWind GL, Bavois VD sowie im Berner Oberland). In Kürze folgen weitere Visualisierungen der Windparks zwischen dem Chasseron und dem Creux du Van (VD / NE, über 60 Turbinen), im Val de Travers (NE, 40 Maschinen), auf dem Grenchenberg SO und viele weitere.

Für die Produktion der realistischen 3D-Visualisierungen wurde die Landschaft der Schweiz als dreidimensionales Oberflächenmodell realistisch nachgebildet. Der gemeinnützige Verband Freie Landschaft Schweiz hat dafür eine eigene Software-Kombination entwickelt, um die Geodaten des Bundesamtes für Landestopographie in ein reales Modell zu verwandeln. Alleine für den Kanton Waadt mussten über 90 Milliarden Einzelpunkte in ein Geländemodell verwandelt werden. Um eine hohe Leistung der Hardware zu garantieren, sind 16 performance-starke Prozessorkerne, eine der schnellsten Grafikkarten auf dem Markt und bis zu 512 GB Arbeitsspeicher notwendig.

Um die Kosten für die Entwicklung der Infrastruktur zu finanzieren, startet Freie Landschaft Schweiz kommende Woche auf dem Portal We Make it! ein Crowdfunding. Wir hoffen auf einen Betrag über 10’000 CHF, welcher innert Frist von 30 Tagen zusammenkommen soll.

Jetzt auch das Aus für Windturbinen im Appenzellerland

Die Nutzung der Windenergie durch gigantische Turbinen hat es in der Ostschweiz schwer. Mit dem Windpark Honegg in Oberegg AI ist das nächste Windparkprojekt gefallen. Freie Landschaft Schweiz fordert nun auch in der Westschweiz eine kritische Betrachtung von geplanten Industriezonen für Windparks in intakten Landschaften.

(c) Appenzell.ch

Weil 200m grosse Windturbinen mit der intakten Landschaft des Appenzellerlands schlicht unvereinbar seien, hat die Standeskommission des Kantons Appenzell-Innerrhoden den Standort Honegg-Oberfeld in Oberegg AI aus dem Richtplan gestrichen. Das dort geplante Projekt mit zwei gigantischen Windkraftanlagen kann somit nicht realisiert werden.

Gegen den Windpark haben sich die Kantone Appenzell-Ausserrhoden, St. Gallen und das österreichische Land Vorarlberg sowie weitere 500 Parteien in der Vernehmlassung geäussert. Insbesondere vom Kanton Appenzell-Ausserrhoden wurde gefordert, alternative erneuerbare Energien zu fördern, wie Biomasse, Fotovoltaik und die Wasserkraft.

Das Appenzellerland soll damit wie die Linthebene von 200m grossen Windkraftanlagen verschont bleiben. Freie Landschaft Schweiz gratuliert dem Verein Pro Landschaft AR/AI für ihren grossartigen Einsatz für den Schutz von Landschaft, Flora und Fauna und der Anwohner.

Vergangene Woche entschied das Kantonsgericht des Kantons Waadt, den Windpark St. Croix VD zu genehmigen. Der Windpark soll in einer ebenfalls intakten Jura-Landschaft entstehen und bedroht lokal lebende und ziehende Vogel- und Fledermausarten. Im Gegensatz zu den Kantonsbehörden in der Ostschweiz ist die Zustimmung in der Westschweiz zur Nutzung der Windenergie durch gigantische Windturbinen nach wie vor gross.

Die Landschaftsbelastung durch die Energiewende würde vor allem die Westschweiz betreffen, sollte dort nicht rechtzeitig die Einsicht zustande kommen, dass der Nutzen von gigantischen Windturbinen in keinem Verhältnis zum Schaden steht. Die  Politik und die Behörden der Westschweiz sind aufgefordert, die Erneuerbaren in den bereits zersiedelten Gebieten zu fördern.

Die Nutzung der Erneuerbaren Wind und Sonne ist immer mit dem Problem verbunden, dass die Energie gespeichert werden muss, um auch bei Windstille und in der Nacht Strom zu haben. Daher sind kleine Anlagen in Gebieten mit vorhandenen Infrastrukturen gegenüber Grossanlagen in unverbauten Landschaften vorzuziehen, um die ohnehin bereits stark belastete Schweizer Landschaft zu schonen.

Keine gigantische Windturbinen in der Linthebene

Der Regierungsrat des Kantons Glarus ist schweizweit die erste Kantonsregierung, welche sich kritisch mit der Windenergie befasst. Er schlägt dem Parlament vor, im Richtplan 2018 auf Windenergieanlagen in der Linthebene zu verzichten. Sein Entscheid ist wegweisend für die Schweizer Raumplanung und Energiepolitik.

(c) Kanton Glarus Samuel Trümpy

Konkret anerkennt der Regierungsrat drei Tatsachen, welche gegen die Nutzung der Windenergie mit gigantischen, 200m grossen Anlagen sprechen (Zitat aus dem Erläuterungsbericht):

1. Im Einzugsbereich von Siedlungsgebieten sollen keine Windenergieanlagen erstellt werden.
2. Eine Windanlage verunmöglicht auf lange Sicht die Siedlungsentwicklung.
3. Zudem widersprechen Anlagen im Bereich von Siedlungsgebieten den Zielen des Entwicklungsplans 2020 – 2030. Gemäss diesem will der Kanton Glarus Menschen aus anderen Regionen gewinnen und er sorgt für eine intakte Landschaft und nachhaltig genutzte Erholungs- und Freizeitgebiete.

Das heisst nichts anderes, als dass Windenergieanlagen auf Neuzuzüger abschreckend wirken und das Image des Kantons beschädigen, sollen die Industrieanlagen doch am Eingangstor zum Kanton Glarus zu stehen kommen.

Die Glarner Kantonsregierung hat damit als erste kantonale Exekutive festgehalten, dass die Nutzung der Windenergie durch 200m grosse Windkraftanlagen in der dicht besiedelten Schweiz zu massiven Umwelt- und Image-Schäden führen können. Daher enthält der Richtplan neu klare Ausschlussgründe: „Neuerschliessungen von Standorten für Windenergieanlagen mit einem ungünstigen Verhältnis zwischen erwarteter Energieproduktion und negativen Auswirkungen des zu tätigenden Eingriffs auf die Landschaft und die Ökosysteme sind zu vermeiden.“

Ausserdem hält die Regierung fest, dass die Wirtschaftlichkeit gestützt auf empirischen Ergebnissen der Windmessungen nachgewiesen werden muss. Auch muss belegt werden, dass für Vögel keine übermässige Kollisionsgefahr bestehen und die Grenzwerte für Lärm und Schattenwurf eingehalten werden können.

Freie Landschaft Schweiz fordert die kantonalen Exekutiven auf, dem Beispiel der Glarner Kantonsregierung zu folgen und klare Kriterien festzulegen, um präventiv Umwelt- und Imageschäden durch gigantische Windenergieanlagen in der Schweiz zu bekämpfen.

Mehr dazu in der Südostschweiz: Link

Vollerfolg für die Petition “Sauvez Chasseron – Creux-du-Van”. Die Aufnahme der Region Chasseron in das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) wird beantragt.

Mit mehr als 13.600 Unterschriften übertrifft die Petition zur Rettung der Region zwischen dem Chasseron und dem Creux-du-Van alle Erwartungen. Die Petition stellt die Glaubwürdigkeit der geplanten Windparkprojekte in Frage und löst eine Reihe von politischen Initiativen aus, darunter die Forderung, die Region Chasseron in das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler (BLN) aufzunehmen.

(c) Lukas Bieri Pixabay

Paysage Libre Vaud mit Pro Natura Vaud, Helvetia Nostra, der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL), BirdLife und Freie Landschaft Schweiz haben im Frühjahr dieses Jahres eine Petition lanciert, welche die Erhaltung und Aufwertung des der Region zwischen dem Chasseron und dem Creux-du-Van zum Ziel hat. Dieser einmalige Landschaftserbe ist durch den Bau von rund vierzig riesigen Windkraftanlagen bedroht.

In weniger als vier Monaten wurden mehr als 13’600 Unterschriften gesammelt. Die Unterschriften kommen aus den Kantonen Waadt und Neuenburg, aber auch aus dem gesamten Jurabereich und der Deutschschweiz. Die Petitionäre lehnen die Industrialisierung der außergewöhnlichen Landschaften vehement ab.

Angesichts der massiven Unterstützung der Petition fordern die Partnerorganisationen die vollständige Aufgabe der drei betroffenen Windprojekte und den Erhalt eines der letzten Naturräume im Jurabogen.

Ein klares Signal zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes

Die Ergebnisse der Vernehmlassung zur Überarbeitung des Gesetzes über den Natur- und Landschaftsschutz (NHG) liegen nun. Das Fazit ist eindeutig: Mehr als die Hälfte der Teilnehmer (55 %) lehnen die Schwächung des Natur- und Heimatschutzes ab.

(c) Pixabay

Zur Erinnerung: Die Kommission des Ständerates für Umwelt, Raumplanung und Energie hat einen Entwurf zur Überarbeitung des NHG zur Vernehmlassung vorgelegt, der darauf abzielt, den Natur- und Landschaftsschutz erheblich zu schwächen. Die Ergebnisse sind klar: Mehr als die Hälfte der Stellungnahmen sind gegen die vorgeschlagenen Änderungen.

Überraschend ist die Lage der Kantone: Nur die Hälfte von ihnen befürwortet die Revision, weil ihnen durch die Gesetzesänderung mehr Spielraum für den Bau von Infrastrukturen in Schutzgebieten eingeräumt werden soll. Dieses Ergebnis zeigt das Engagement der Kantone für den Schutz ihrer Landschaften, gerade im aktuellen Kontext der fortschreitenden Zersiedelung.

Freie Landschaft Schweiz hat sich aktiv an der Konsultation beteiligt und nimmt die Ergebnisse mit Genugtuung zur Kenntnis. Die Weitsicht der meisten Kantone ist lobenswert. Der Verband ist der Ansicht, dass die Änderung keine Chance haben wird und fordert die sofortige Einstellung des Projekts.

Resultate der Vernehmlassung: Link

 

Keine industriellen Windkraftanlagen im Appenzellerland

Der Regierungsrat des Kantons Appenzell-Ausserrhoden lehnt den Richtplan Windenergie des Kantons Appenzell-Innerrhoden mit dem geplanten Windpark Honegg ab. Freie Landschaft Schweiz ist erfreut, dass die Ausserrhoder Regierung das hohe Gewicht des Landschaftsschutzes anerkennt und den Nachbarkanton auffordert, auf grosse industrielle Windkraftanlagen zu verzichten.

Christof Sonderegger, (c) Appenzell.ch

Die Stellungnahme des Regierungsrates des Kantons Appenzell-Ausserrhoden AR hält fest, dass die Gebiete im Appenzellerland mit den  besten Windverhältnissen meist die grössten Konflikte mit dem Landschaftsschutz auslösen. Denn je exponierter die Lage, umso besser einsehbar sind die bis zu 200m hohen Windturbinen, welche an den windreichsten Standorten in der Ostschweiz nur rund 20% Effizienz aufweisen. Der Schaden an der Landschaft muss daher mit dem Nutzen der erneuerbaren Stromproduktion im Rahmen einer Interessenabwägung ins Verhältnis gesetzt werden.

Die Ausserrhoder Regierung kommt zum Schluss, dass die geplanten Windkraftanlagen in der Gemeinde Oberegg AI (Windpark Honegg – Oberfeld) unverhältnismässig stark mit dem Landschaftsschutz in Konflikt geraten würden. Damit hat der Kanton AR die transparente Interessenabwägung auf Richtplanstufe vorgenommen, wie es das Bundesgericht 2016 beim Windpark Schwyberg gefordert hat (1C_346/2014).

Gemäss eidgenössischem Raumplanungsgesetz müssen Windparks eine umfassende Interessenabwägung bestehen, um in einen Richtplan eingetragen zu werden. Erst dann können die Zonenänderung (Sonderzonen Wind) und die Baubewilligung beantragt werden. So herrscht Rechtssicherheit, da die Interessenabwägung nicht nach jahrelangem Rechtsstreit von einem Gericht vorgenommen wird, sondern von Anfang an transparent durch die zuständige Planungsbehörde.

Schliesslich stellt die Regierung des Kantons AR zu Recht fest, dass alternative Potentiale zur Nutzung erneuerbarer Energien vorhanden sind, welche wesentlich weniger Umweltschäden verursachen als die Windenergie. Insbesondere seien die Potential der Solarenergie und die Biomasse noch nicht ausgeschöpft.

Freie Landschaft Schweiz erwartet nun vom Kanton Appenzell-Innerrhoden die Ablehnung des Richtplans Windenergie und des Projektes Windpark Honegg. Der Nachbarkanton hat die Interessenabwägung bereits vorbildlich durchgeführt.

Medienmitteilung AR: Link

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