Ein neuer Skandal im Berner Jura ist ein mustergültiges Beispiel dafür, wie die Windkraft-Promotoren in der Schweiz mit unlauteren Methoden versuchen, die öffentliche Meinung zugunsten der Windkraft zu beeinflussen.

Ein neuer Skandal im Berner Jura ist ein mustergültiges Beispiel dafür, wie die Windkraft-Promotoren in der Schweiz mit unlauteren Methoden versuchen, die öffentliche Meinung zugunsten der Windkraft zu beeinflussen.
In der Schweizer Medienlandschaft hat sich ein Ritual etabliert: Zu Beginn jedes Jahres veröffentlicht die Windkraftlobby Suisse Eole triumphierend eine Pressemitteilung, in der sie darlegt, dass die Produktion der Schweizer Windkraftanlagen einen neuen Rekord erreicht habe.
In Rickenbach brodelt der Widerstand gegen den geplanten Windpark. Trotz mehrerer klarer Abstimmungen der Bevölkerung, die sich gegen das Windkraftprojekt und für eine Naturschutzzone auf dem Stierenberg ausgesprochen hat, ignoriert der Luzerner Regierungsrat die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger.
Gelöste Stimmung bei den Intianten und ihren Unterstützern: Dietmar Haller, Bürgerbewegung Lustenau (zweiter von rechts), links von ihm Manuel Cadonau, IG Gegenwind Au-Heerbrugg und Siegfried Hettegger, Freie Landschaft St. Gallen
Im Berner Jura wird der Widerstand gegen den Bau eines Windparks immer lauter. Der Stromkonzern BKW hat Enteignungsverfahren gegen drei Bauern eingeleitet, die sich vehement gegen das planmässige Projekt wehren. Was die BKW als „Leuchtturmprojekt“ anpreisen, erweist sich für die betroffenen Landwirte als existentielle Bedrohung ihres Lebensraumes.
Als erstes Bundesland in Österreich lehnt Kärnten Windprojekte ab. Mit 51,5 Prozent votierten die Bürger in einer Volksbefragung für ein Verbot weiterer Windkraftanlagen auf Bergen und Almen. Dieses Ergebnis ist nicht nur ein Signal an die Politik, sondern spiegelt auch die zunehmenden Sorgen in der Gesellschaft wider.
Nachdem die Stromkonzerne von der Realität eingeholt worden sind, alpine Solarparks fast unbezahlbar wären und technisch grosse Probleme verursachen, ist der „Solarexpress“ praktisch Geschichte. Nun hoffen Axpo und Co. auf das nächste Luftschloss: Die Stromversorgung im Winter soll mit bis zu 3‘000 Windturbinen gesichert werden. Im Jahr 2020 behauptete der CEO der Axpo jedoch noch, Windenergie sei keine Option für die Schweiz. Wie kommt es zu diesen plötzlichen und widersprüchlichen Forderungen?
Angesichts der wachsenden Kritik an Windparks zeichnet sich ein neuer Trend ab: der Bau grösserer Windräder, um deren Ertrag zu optimieren und die visuelle Beeinträchtigung zu minimieren. Doch dieser Gigantismus wirft viele Fragen auf.
Die geplanten vier Windturbinen auf dem Chroobach stehen in der scharfen Kritik, da sie eine akute Gefahr für den Rotmilan darstellen.
Unterschriftensammlung in Bern für die Gemeinde- und Waldschutzinitiative